5. Graf-Starhemberg-Marsch

14. Oktober 2019 at 8:11

Am 14. September 2019 fand unter dem Kommando unseres Präsidenten und unseres Vizepräsidenten Oberst Udo Birkner und Oberst Philipp Ségur-Cabanac sowie unter der Patronanz des Militärkommandos Wien und des Schottenstiftes bereits zum fünften Mal der Graf-Starhemberg-Marsch statt.

Die Marschstrecke führte von Tulln entlang dem Donauufer über das Donaukraftwerk Greifenstein weiter nach Kritzendorf bis zur Freyung im 1. Bezirk in Wien. Insgesamt wurden beim Marsch 41 Kilometer zurückgelegt.

Nach der Meldung an den Wiener Militärkommandanten, Brigadier Wagner, folgte eine Messe in der Schottenbasilika sowie eine Agape auf Einladung des Abtes des Schottenstiftes.

Armenienreise der OGS | Oktober 2019

23. Juli 2019 at 17:04

Einladung zur Teilnahme an deren diesjähriger Reise nach Armenien vom 20.10.2019 – 27.10.2019.

Weitere Details sind dem unterbei angefügten Reise-Programm zu entnehmen.

60 Jahre Offiziersgesellschaft Wien

4. Juni 2019 at 11:57

von Johann HAUNER, Obst aD

Zum Geleit

Bei der Erstellung der Geschichte der Offiziersgesellschaft Wien stellte sich bei der Sichtung der vorhandenen Unterlagen heraus, dass sie viel älter ist als bisher angenommen. Bereits 1878 wurde der Militär-Wissenschaftliche Verein gegründet, der 1880 mit dem Militär-Kasino Verein zusammengeschlossen wurde. Dieser Militärwissenschaftliche- und Kasino Verein ist für uns von Bedeutung, weil er 1910 von Kaiser Franz Josef I. das Palais des Erzherzog Ludwig Viktor käuflich erwerben konnte und damit ein würdiges Vereinshaus erstanden werden konnte. Nur wurde dieser Verein nicht nach dem Vereinsgesetz von 1867 angemeldet, man begnügte sich 1880 nur mit einer Genehmigung des Vereins durch das Reichskriegsministerium.

1918 wurde schließlich, als dieser Missstand bekannt wurde, das Palais dem Eigentum der jungen Republik Österreich übertragen. Der Österreichische Offiziersverband, der Vorläufer der ÖOG und OG Wien, wurde noch 1918 neu gegründet. Ziel des Vereins war, den Offizieren und Soldaten ein angemessenes Leben in Würde nach dem Krieg zu ermöglichen. Dieser Österr. Offiziersverband hatte bis 1938 bestand und wurde in den NS – Reichskriegerbund (Kyffhäuser) übernommen. Der Stillhaltekommissär verfügte, dass er teilweise auch in die NS-Kriegsopferversorgung, Berlin fällt.

Nach 1945 war jede militärische Betätigung durch die Besatzungsmächte verboten und die Fristen zur Anmeldung der Schädigungen verfielen. Nach dem Abschluss des Staatsvertrages 1955 und Wiedererstehung der Republik Österreich als eigener Staat war man mit der Aufstellung des Österreichischen Bundesheeres, Einrichtung des Ministeriums, Anpassen der Gesetze anderer Ministerien und anderem mehr befasst. Erst als sich „normales Leben“ wieder einstellte ging man an die (Wieder-) Gründung der Offiziersgesellschaften. Mit Beschluss des Österreichischen Nationalrates wurde schließlich die Österreichische Offiziersgesellschaft als Nachfolgerin des 1938 aufgelösten Offiziersverbandes anerkannt.

Die OG Wien darf für sich in Anspruch nehmen, dass ihr ein Bundespräsident (Dr. Rudolf Kirchschläger), drei Bundesminister für Landesverteidigung (Bgdr Johann Freihsler, Bgdr Karl Lütgendorf, HR Dr. Georg Prader) und die Landeshauptleute (Leopold Gratz und Dr. Helmut Zilk) als Ehrenmitglieder angehörten.

Die Geschichte der OG Wien

1959 – Gründung

Am 26. Juni 1959 wurde die Offiziersgesellschaft Wien von GdA Dr. Ing. Emil Liebitzky als sechste OG in Österreich gegründet. Die Gründungsversammlung fand im Großen Saal des Palais Eschenbach statt und wurde von der Vereinsbehörde nicht untersagt. Die OG Wien hatte einen Vorläufer: den Oesterreichischen Offiziersverband der 1938 aufgelöst wurde. Bedingt durch das Verbot militärischer Betätigung und aller militärischen Vereine durch die Alliierten, konnten die ab 1945 erforderlichen Schritte zur Vereinswiedergründung vorerst nicht getätigt werden.

Hier nur auszugsweise die Gebietsgrenzen der Offiziersgesell­schaft Wien, vorgegeben von Obst August Rüling: „die nähere Umgebung von Wien und die nördlich und ostwärts der Linie Mannersdorf (Leithagebirge), Brunn am Gebirge, Ried am Riederberg, Tulln, Laa an der Thaya, gelegenen Teile Niederösterreichs werden von der „Offiziersgesellschaft Wien“ mit Sitz in Wien erfasst, die genannten Orte einschließlich“. (Vergl. die Statuten der OG Wien, §1, Abs. 2, das Tätigkeitsgebiet erstreckt sich nur auf das Bundesland Wien).

Im Wehrgesetz von 1955 ist ausdrücklich festgehalten, dass das Bundesheer berechtigt ist, das Staatsgebiet in eigene Bereiche – die sich nicht immer mit den politischen Landesgrenzen decken müssen – für Verteidigungszwecke aufzuteilen. Interessant dabei ist, dass das Gebiet von Niederösterreich (und Wien) von Haus aus auf drei Landesoffiziersgesellschaften aufgeteilt und die Einzugsgebiete klar abgegrenzt wurden. Man hatte sich auch schon der Mitarbeit verschiedener Proponenten bei der Gründung versichert. Soweit ein Auszug aus den Gebietsvorgaben vom Bundesministerium für Landesverteidigung im Konzept­schreiben von Obst Rüling für die OG Wien.

FMLt Alfred Jansa führte bei der Gründungsversammlung der OG Wien den Vorsitz als Alterspräsident. Er war der letzte österreichische Generaltruppeninspektor vor 1938. Nach dem Tod von General der Artillerie Dr. Ing. Emil Liebitzky wurde er vom Bundesminister für Landesverteidigung Ferdinand Graf und ObstdhmD August Rüling als nachfolgender Präsident in der ÖOG favorisiert, lehnte jedoch – wie schon 1946/47 und 1955, als ihm die Bundeskanzler Ing. Leopold Figl und Ing. Julius Raab die Übernahme des Bundesministeriums für Landesverteidigung anboten – im Hinblick auf seinen angegriffenen Gesundheitszustand ab.

1959 bis 1961 – Die Ära Liebitzky

General dA iR SChef iR Dr. Ing. Emil Liebitzky 1959 bis 1961
Gründer und erster Präsident der OG Wien 1959 bis 1961

General LIEBITZKY

Emil Liebitzky wurde am 05.10.1882 im böhmischen Dux geboren. Nach Absolvierung der k.u.k. Technischen Militärakademie in Mödling bei Wien wurde er 1913 als Leutnant zum k.u.k. Festungsartillerieregiment Nr.1 ausgemustert. Den ersten Weltkrieg erlebte er an den Fronten in Serbien, Galizien, Italien und der Ukraine. Zu Kriegsende war er Major in Generalstabsausbildung.

1920 in das erste Bundesheer übernommen, beendete er dort seine höhere Ausbildung und betrieb nebenberuflich an der Universität Wien das Studium der Staatswissenschaften. 1923 erfolgte seine Promotion zum Dr. rer. pol. 1927 wurde er als Major zum Adjutanten des Bundesministers Carl Vaugoin bestellt. Auf diesem Posten wurde er eine im ganzen Bundesheer bekannte Persönlichkeit. Am 31.10.1928 wurde Mjr Dr. Emil Liebitzky die Tiroler Landesgedenkmünze 1914 – 1918 verliehen. Im damaligen Officiersverband arbeitete Obstlt Dr. Emil Liebitzky aktiv mit. 1933 erfolgte die Beförderung zum Oberst. In diesen Jahren erhielt Obst Dr. Emil Liebitzky am 16.05.1933 die Österreichische Kriegserinnerungsmedaille von Bundesminister Dr. Carl Vaugoin und dieselbe „mit Schwertern“ von Staatssekretär General Wilhelm Zehner am 12.09.1934 verliehen, von Bundespräsident Wilhelm Miklas das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich. Oberst Dr. Emil Liebitzky in den 30er Jahren als Inspizierender bei einem Manöver des Bundesheeres.

Ein Anliegen jedes Präsidenten der OG W war es, das Palais des Erzherzogs Ludwig Viktor für die Gesellschaft zurück zu gewinnen. Die Schwierigkeiten resultieren daraus, dass ein weiterer Vorläuferverein, der „Militärwissenschaftliche und Kasinoverein“ 1880 nicht nach dem Vereinsgesetz von 1867 angemeldet, sondern nur vom Kriegsministerium genehmigt worden war. Dieser Verein hatte 1910 das Palais von Kaiser Franz Josef I. „auf ewige Zeiten“ käuflich erworben und als Militärkasino adaptiert. Zwischenzeitlich wurde in neuerer Zeit der Festsaal durch Umbauten des Burgtheaters erheblich beschädigt. Fresken gingen unwiderruflich verloren.

1960 – Da alle Fristen zur Anmeldung 1938 aufgelassener geschädigter Vereine längst verstrichen waren, wurde am 30.03. die Anerkennung der ÖOG als Nachfolgegesellschaft des 1939 aufgelösten Österreichischen Offiziersvereines durch den Ministerrat (BMfI Zl. 82.887-4/60 vom 30.3.1960), als Punkt 6 der Tagesordnung des Ministerrates von diesem beschlossen.

1961 – Die ÖOG Wurde der Dachverband, die Österreichische Offiziersgesellschaft durch die Delegierten aller Österreichischen Landesoffiziersgesellschaften gegründet. Präsident wurde GdA Dr. Ing. Emil Liebitzky der beide Vereine in Personalunion führte. In die ÖOG entsandte jede Landesgesellschaft die von ihr nominierten Delegierten die ihre Interessen bei diesen Tagungen vertrat. Die Anzahl der zu entsendenden stimmberechtigten Delegierten resultiert aus der Anzahl der Mitglieder der jeweiligen LandesOG: je 100 Mitglieder ist ein Delegierter zu entsenden.

1961 bis 1966Olt aD Kabinettsdirektor iR Dr. Alexander Toldt

Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft und der Offiziersgesellschaft Wien vom 09.12.1961 bis 1966

Oberleutnant TOLDT

Über den 2. Präsident der OG Wien, Olt aD Kabinettsdirektor iR Dr. Alexander Toldt ist fast nichts bekannt. Auch die letzten noch lebenden Zeitzeugen können sich kaum noch an ihn erinnern. Wie sein Vorgänger – GdA iR Dr. Ing. Emil Liebitzky führte er die ÖOG und die OG Wien als deren Präsident in Personalunion weiter. In den Unterlagen der ÖOG befand sich ein bruchstückhafter Lebenslauf der hauptsächlich auf seiner militärischen Laufbahn beruht.

1962 rückten die ersten Reserveoffiziere in das BH der 2. Republik ein. Sie sollten die Führung der Einheiten und Verbände auf den unteren Ebenen im BH der 2. Republik bis zur Ausmusterung der ersten EF sicherstellen. Die OG W war hier mit Personal- und Ausbildungsaufgaben befasst. Die Ära der ersten Truppenbesuche und Exkursionen begann. In diesem Jahr wurde auch der erste Arbeitskreis im Rahmen der OG W gegründet: der „Arbeitskreis Artillerie“ nahm seine Arbeit auf. Gleichgesinnte und Soldaten dieser Waffengattung angehörten trafen sich zum gemeinsamen Gedankenaustausch und weiteren Arbeiten. In weiterer Folge wurden andere Arbeiskreise gegründet und bei Bedarfsmangel auch wieder aufgelöst.

1963 Beginn der ersten Waffenausbildungen beim ÖBH im Rahmen freiwilliger Reservistenarbeit. Erster RO-Tag für Angehörige der Waffengattung Artillerie in Graz. Die OG W wurde mit der Vorbereitung eines weiteren RO-Tages beauftragt. Gründung des ROA-Clubs in der OG W. Leiter wurde LtdRes Gilbert Aue. Dieser Club entsprach weitgehend den Vorstellungen und Angeboten jüngerer Leute. Treffpunkt war der Kinosaal in der Heeresbild- und Filmstelle in der Stiftkaserne. Es wurde auch eine eigene Zeitschrift herausgegeben: „Für den RO / A“. In den Bundesländern entstanden weitere ROA Clubs. In Wien noch zusätzlich die „Arbeitsstäbe“ der Waffengattungen Infanterie (Fasangartenkaserne) und Luftschutztruppe.

1964 rückten offiziell die ersten EF zur Ausbildung in die EF Kompanien ein. Sie sollten nach Beendigung ihrer Ausbildung und Ernennung zu Offizieren die ersten RO ablösen. Zwar gab es bei verschiedenen Verbänden vorher schon sogenannte „Freiwillige Maturanten Kompanien“: Allein sie agierten auf keiner allgemeinen gesetzlichen Grundlage sondern nur nach Genehmigung und Verordnung durch das BMLV für den jeweiligen Truppenkörper im Einzelfall. In Salzburg wurde der erste RO-Tag abgehalten.

1965 wurde seitens des BMLV die Abteilung PersRes in der Sektion II – Personalwesen aufgestellt und dieser die Mitwirkung bei der Fort- und Weiterbildung der RO, ROA und EF aufgetragen. Leiter der Pers/M und Pers/Res wurde Obst dG Weinkopf der rasch den Kontakt mit allen OG suchte und mit ihnen zusammenarbeitete. Erst später kam in dieser Angelegenheit noch ein Rechnungshofbericht dazu, dem zu Folge die personelle Unterstützung der ÖOG und OG W zu unterlassen sei: „… der Beamte hat seinen Arbeitsplatz im Bereich des BMLV und darf nicht disloziert (= außer Haus) verwendet werden.“ (Originalzitat aus dem Prüfbericht des Rechnungshofes).

4. September 1965: Feierliche Verabschiedung von 700 EF in der Fasangarten Kaserne. BM HR Dr. Georg Prader sprach in seiner Festrede allen dafür den Dank aus, dass sie sich der Offiziersausbildung aus freien Stücken unterzogen haben. Es war dies die erste Verabschiedung von EF nach 1918 – dem Ende der Monarchie. Die Teilnahme an der Truppenverpflegung wurde erst 1966 definitiv erlassmäßig geregelt. Das sind nur zwei Beispiele von den vielen Schwierigkeiten, mit denen damals die ausbildenden Truppenkörper und Reservisten zu kämpfen hatten.  Der Vorsitzende des 1959 (wieder-) gegründeten Wehrwissenschaftlichen Komitees in der OG W, GM Dr. Oskar Regele legt sein Amt als Vorsitzender aus Altersgründen zurück und gibt einen Überblick über die bisher geleistete Arbeit. Da kein Nachfolger gefunden werden konnte, wurde das Komitee ersatzlos aufgelöst.

1966 bis 1969 – Die Ära Palla

Obst dRes Dr. jur. Franz Palla
Präsident der Offiziersgesellschaft Wien 02.02.1966 bis 1969

Oberst PALLA

Franz Palla wurde in Meidling als Sohn eines Beamten der k.u.k. Staatsbahnen geboren. Er maturierte im Juni 1932 an der Realschule R12 und promovierte im Juli 1938 zum Doktor juris. Nebenbei war er als Wirtschaftsassessor tätig. Im Oktober 1938 meldete sich Palla freiwillig zur Deutschen Wehrmacht, um den Repressalien der SA zu entkommen und wurde als Reserveoffiziersanwärter zum Artillerieregiment 97 nach Stockerau einberufen. Im April 1945 wurde er, mittlerweile Major, im Raum Königsberg, Ostpreußen, schwer verwundet.

Nach dem Krieg baute Palla mit seiner Gattin Maria ein Textilhandelsunternehmen auf, ab 1964 war er als Prokurist bei der Steyr – Daimler – Puch AG tätig. Palla absolvierte 1963 an der AS Baden bei der PzAA 9 den 7. Reserveoffizierskurs und wurde am 06.02.1964 zum Major der Reserve ernannt. Er gehörte dem „Badener Kreis“ an, einer überaus aktiven Zelle, aus der manche Organisation hervorgegangen ist. Sehr stark engagierte sich der Kreis in der OG W, zu deren Präsident er 1966 gewählt wurde. Seine organisatorischen Reformen und sein persönliches Engagement ließ den Mitgliederstand auf 200 ansteigen. 1967 wurde Palla zum Oberstleutnant befördert und nach Weisung des G3 als KGO eingeschult. Beordert wurde er beim Heerestelegrafenregiment, beim Kommandobataillon des BMLV, seit 1965 war er überdies bei der Ausbildungskommission als beratendes Organ des Bundesministers tätig.

1966 Mit demSchulerlass“ Zl.305.000-Schul/66 von Obst dG Karl Lütgendorf wurde bundesweit die EF Ausbildung umfassend geregelt. In weiterer Folge wurden im BH einige Nachjustierungen und genauere Regelungen der Aufgaben während des Ablaufs einer fWÜ getroffen und den mit der Ausbildung betrauten Schulen erlassmäßig mitgeteilt. Damit war eine genormte Ausbildung der EF im BH sichergestellt. Der Erlass trat mit 10.6.1966 in Kraft und wurde „für den Bundesminister“ (HR Dr. Georg Prader) von Obst Johann Seitz gezeichnet.

1967 wurden die ersten Waffenkreise gegründet:der Waffenkreis Infanterie durch die Mjre Karl Fahringer (Kdt des JgB 4) und Dr. Schreiber. Der Arbeitkreis Tel (des ROA Clubs). Der damalige Lt Zach (Vorstandsmitglied in der OG W) begann kurz nach seiner Ausmusterung mit der abendlichen Fort- und Weiterbildung an der Tel-, später Fernmeldetruppen-, nunmehr Führungsunterstützungsschule. Durch die Ausgabe der Lage „Brenntenriegel“ und Weiterführung begann er bereits 1963 mit der Reservistenfortbildung. Das einstige „Mitteilungsblatt“, in dem ab 1967 die Termine der freiwilligen militärischen Fortbildung für RO und ROA nach zu lesen sind und um das Präsident Palla bei der Voll­versammlung der ÖOG 1969 von den Delegierten anderer Landes OG beneidet wurde, wandelte sich 1987 in die Zeitschrift „Unser Auftrag“ und stellt die Kommunikation zwischen dem Vorstand der OG Wien und ihren Mitgliedern sowie den interessierten Lesern her. Nunmehr erscheint diese Zeitschrift viermal jährlich, bei außergewöhnlichen Veranstaltungen erfolgt eine zusätzliche Information durch Sonderblätter.

Die Trennung von OG W und ÖOG

1969 wurde Palla zum Präsidenten der ÖOG von allen Landesgesellschaften gewählt. Er legte sofort seine Präsidentschaft bei der OG Wien wegen Befangenheit zurück. Ab diesem Zeitpunkt werden die Österreichische Offiziersgesellschaft und die Offiziersgesellschaft Wien eigenständig, das heißt nicht mehr in Personalunion des Präsidenten der OG Wien geführt.

1969 bis 1980 – Major dRes Dkfm. Dr. Heinrich Jandl

Präsident der Offiziersgesellschaft Wien, 1969 bis 29.04.1980

Major JANDL

Heinrich Jandl wurde in Wien geboren. nach der Matura 1934 studierte er Rechtswissenschaften und promovierte 1939 zum Dr. juris. Schon im Juli 1936 legte er eine Waffenübung beim Bundesheer ab und wurde zum Zugsführer der Reserve ernannt. Am 17.03.1964 trat Jandl der OG bei und war vom November 1969 bis Mai 1980 Präsident der OG Wien. In seine Ära fällt die Anwesenheit des OG W Präsidenten oder eines von ihm Beauftragten bei Beförderungen, Ernennungen und Auszeichnungen von RO und ROA durch den Militärkommandanten im MilKdo Wien. Anfang der 70er Jahre suchte die OG W mit Mjr dR Dkfm. Dr. Heinrich Jandl an der Spitze vermehrt die Zusammenarbeit mit der Abteilung Wehrpolitik im BMLV sowie mit der Abteilung ULV im Bundeskanzleramt. Sehr kritisch fielen daher die Stellungnahmen der OG Wien zur Wehrdienstverkürzung sowie zur Bundesheerreform 1971 unter dem Kabinett Dr. Bruno Kreisky aus. Ein erstes in drei Stufen gehaltenes Ehrenzeichen entstand unter seiner Präsidentschaft, diese wurden auch von anderen Landesgesellschaften übernommen.

1971 In der Ära Kreisky fanden vermehrt Truppenbesuche durch den Bundeskanzler statt. Besonderer Wert wurde auf die Meinung in und aus der Truppe gelegt. Mitglieder der OG W wurden bei mehreren Gesetzen und Verordnungen als Entscheidungshilfe zu Rate gezogen. Der Bundesminister wollte ein ungeschminktes Bild von der Truppe geben und ordnete die Alarmierung einer Wiener Einheit an. Dazu lud er auch die Presse ein. Die Folge war ein höheres Heeresbudget und wesentliche weitere Investitionen.

1972 Zaghafte Besuche ehemaliger Kampfstätten des Ersten Weltkrieges. Bei diesen Besuchen kam es zum Treffen ehemaliger Kameraden in der k.u.k. Armee, die nun teilweise im Ausland lebten. Das war einer der vielen Ausgangspunkte zu Einladungen und Gegeneinladungen. Natürlich musste jedes Mal einzeln um die Besuchserlaubnis beim BMLV und BMI angesucht werden. Schließlich sollte doch die aktuelle Armee auch den Gästen vorgestellt werden.

1973 Auf Einladung von BM Karl Lütgendorf wurde im Speisesaal des BMfLV ein Regimentstreffen der im Jahre 1933 eingerückten EF abgehalten. Die Namenslisten der Teilnehmer blieben erhalten. Ein gleiches Treffen mit den EF von 1934 wurde auch im Jahre 1974 abgehalten. Die OG W hatte dabei Organisationsaufgaben zu erfüllen.

1977 wurde mit der Wehrgesetznovelle die Länge der Dauer einer fWÜ geändert: um einen nachhaltigen Ausbildungserfolg in der Mobverwendung sicherzustellen wurde die Kurz – fWÜ eingeführt. Sie war für bestimmte Ausbildungsvorhaben in der Reserve vorgesehen.  Zum Beispiel Schießausbildung beim MobTruppenkörper – ein Tag fWÜ. Verwendung in der vorgesehenen Spezialfunktion: ein bis drei Tage fWÜ (z.B. Absolvierung bestimmter Übungsflüge zum Erhalt des Pilotenscheines und dergleichen mehr). Wurde bisher die Dauer einer fWÜ in Wochen gerechnet, so trat an diese Stelle nun die Berechnung in Tagen. – Die bisher gebrauchte Bezeichnung ‚Dienstzweige‘ wurde durch ‚Dienstverwendung‘ ersetzt und trat mit 1.Jänner 1978 in Kraft. Damit wurden die Zusätze ‚dWiD‘, ‚dhmD‘ und ‚dtD‘ bei den Reservisten abgeschafft. Sie konnten noch bis zur nächsten Beförderung beibehalten werden.

1978 entstand über Auftrag von Mjr dR Dkfm. Dr. Heinrich Jandl durch Obst Wurzer von der Artillerieschule in Baden der Entwurf eines Ehren- und Verdienstzeichens der OG Wien. Die Verleihung erfolgte in den Stufen Bronze, Silber und Gold. Durch einen glücklichen Umstand konnte ein Exemplar (in Gold) erhalten werden. Das Ehrenzeichen fand Anklang und wurde auch von einigen OG in den Bundesländern übernommen. Die Uniformtrageerlaubnis dafür würde allerdings – da sie eine generelle bundesweite Regelung betrifft – nur der ÖOG erteilt werden.

1979 wird von den Delegierten der ÖOG die Forderung erhoben, jährlich in Österreich jeweils in einem anderen Bundesland einen Bundestag abzuhalten.

1980 bis 1984 – OberstApotheker dRes Prof. Mag. Herbert König

Präsident der Offiziersgesellschaft Wien, 29.04.1980 bis 25.04.1984; Ehrenpräsident der Offiziersgesellschaft Wien seit 25.04.1984

Oberst KÖNIG

Herbert König wurde in Wien geboren, legte 1934 die Reifeprüfung an der Goethe – Realschule in Hietzing ab und spondierte nach Abschluss des Studiums der Chemie und Pharmazie im September 1939 an der Wiener Universität. 1940 rückte er bei der Luftwaffe ein. Bei einem Beschuss durch alliierte Jagdbomber wurde König am 11.01.1945 verwundet und geriet in Südtirol in amerikanische Gefangenschaft. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft wandte sich König dem Beruf des Apothekers zu und übernahm schließlich eine Apotheke im 4.Wiener Gemeindebezirk.

1967 meldete sich Mag. König zum Militärpharmazeutischen Dienst und leistete seine erste freiwillige Waffenübung bei der Fliegerabwehrwaffentruppenschule in Langenlebarn und im Heeressanitäts-Hauptpark in Wien. 1968 wurde er zum Major Apotheker der Reserve, schon zwei Jahre später zum Oberstleutnant Apotheker der Reserve ernannt.

Herausragend waren Königs militärsportliche Leistungen. Er nahm an zahlreichen nationalen und internationalen Leistungsmärschen (in Bern und Nijmwegen) teil. In Bern sollte er über Jahre hinweg die Marschgruppe der Offiziersgesellschaft Wien anführen. Diese Marschveranstaltungen bildeten einen Grundstock zur späteren partnerschaftlichen Entwicklung des Besuchswesens zwischen der OG Wien einerseits und ausländischen Reservistenverbänden anderseits.

Am 05.09.1975 wurde König zum Oberst Apotheker der Reserve ernannt, er war der erste Militärapotheker der Reserve, der diesen hohen Dienstgrad erreichte. Als 1980 das Ende seiner Dienstleistung kam und er mit Dank und Anerkennung von Bundesminister Rösch verabschiedet wurde, war er stellvertretender Leiter der Heeressanitätslogistik Wien. Im gleichen Jahr wurde er Präsident der Offiziersgesellschaft Wien, ein Amt, das er vier Jahre lang innehatte. Weiters war er Präsident der Landesgruppe Wien der Österreichischen Gesellschaft für Wehrmedizin und Wehrpharmazie sowie erster Vizepräsident des Pharmazeutischen Militär – Kameradschaftsbundes.

1984 bis 1998 – Oberstleutnant dRes Johannes Hofmann

Präsident der Offiziersgesellschaft Wien 25.04.1984 bis 1998
Ehrenmitglied seit 22.05.2002

Oberstleutnant HOFMANN

Johannes Hofmann wurde in Wien als Sohn eines in Südamerika tätigen Diplomaten geboren. Kurz vor seinem 18. Geburtstag rückte er am 01.10.1968 zum Präsenzdienst ein, den er bis 31.12.1969 verlängerte. Im Anschluss verpflichtete sich Hofmann, inzwischen zum Gefreiten befördert, als zeitverpflichteter Soldat bei der 1.Kompanie des Fliegerausbildungsbataillons und wurde am 01.02.1970 zum Korporal und am 01.08.1970 zum Zugsführer befördert.

Mit 13.02.1970 ließ sich Johannes Hofmann zum Schulbataillon des BRG versetzen, wo er 1973 die Matura bestand. Daraufhin legte er die Offiziersanwärterprüfung ab, wurde zur A-Kompanie des Akademikerbataillons versetzt und zum Fähnrich befördert. 1976 wurde Hofmann mit dem Jahrgang „Andreas Hofer“ nach Ablegung der Dienstprüfung für Truppenoffiziere als Leutnant an der Theresianischen Militärakademie zum Panzerbataillon 33 ausgemustert. Diesem Bataillon blieb er als Kommandant eines Panzerzuges M 47 bzw. einer Panzerkompanie bis zu seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Ende März 1980 als Oberleutnant treu.

Im Österreichischen Bundesheer forcierte Hptm dR Johannes Hofmann seine militärische Karriere in der Miliz und wurde Kommandant des Wiener Jägerbataillons 6. Hofmann wurde darüber hinaus 1984 im Rahmen einer „Kampfabstimmung“ zum Präsidenten der Wiener Offiziersgesellschaft gewählt und leitete so einen Generationenwechsel von den kriegsgedienten Offizieren zu den „Jüngeren“, auch im Vorstand der OG Wien, ein.

In seine Ära fällt auch die Einführung der EDV in verschiedenen Bereichen des Sekretariatswesens in der OG Wien und die Umstellung darauf. Mit einer Amtszeit von 14 Jahren ist Hofmann bis heute der längst amtierende Präsident der Wiener Offiziersgesellschaft.

1985  Fünfter Bundestag in WIEN. Unter dem Thema Österreichs Neutralität: Zukunft und Sicherheit fand die Tagung vom 12. bis 13. Oktober 1985 im Wiener Rathaus statt und wurde von der OG W gemeinsam mit dem Militärkommando Wien organisiert.

1986 Erster Neujahrsempfang der OG Wien in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums. Mit dem ersten Neujahrsempfang der OG W setzte er neue Maßstäbe im gesellschaftlichen Leben. Der Bundesminister für Landesverteidigung Friedhelm Frischenschlager, Generaltruppeninspektor Gen Otmar Tauschitz, weitere Damen und Herren aus dem Ministerium, den nachgeordneten Dienststellen, Politik und Wirtschaft trafen sich in der Ruhmeshalle des Heeresgeschichtlichen Museums um den Jahreswechsel mit dem Vorstand der OG Wien geziemend zu feiern.

1993 Bei der Räumung im Offizierskasino fielen mir ein Ordensentwurf aus dem Jahr 1993 und eine Musterzeichnung über das neue Ritterkreuz der OG Wien in die Hände. Offensichtlich sollte dieses in den Stufen Gold und Silber vergeben werden, erhalten blieb nur der gezeichnete Entwurf (in Gold). Von wem er stammt ist ungewiss. Leider ist auch kein Text oder weiterführende Erklärung dazu gefunden worden.

1995 Parade des ÖBH auf der Wiener Ringstrasse. Die OG W war auch hier wie an allen Staatsfeiertagen (26. Oktober) mit Informationsoffizieren im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des MilKdo Wien eingebunden.

1998 bis 2008 – ObstdIntD Dkfm. Peter Birkmayer

Präsident der Offiziersgesellschaft Wien, 1998 bis 15.05.2008
Ehrenmitglied seit 15.05.2008

Oberst BIRKMAYER

Peter C. Birkmayer wurde als Sohn eines Facharztes für Neurologie geboren. Nach Besuch der Volks- und Mittelschule in Wien – Birkmayer war „nebenbei“ Wiener Pfadfinderführer von 1948 bis 1953 – studierte er an der Hochschule für Welthandel, an der er 1962 zum Diplomkaufmann promovierte. 1964 leistete er seinen Präsenzdienst als Einjährig – Freiwilliger zunächst an der Jägerschule in Glasenbach, dann bei der HWS in der Stiftskaserne in Wien ab. Die praktische Ausbildung erfolgte beim Gruppenkommando I, im September rüstete Birkmayer als Zugsführer ROA ab.

Es folgten zehn Jahre Truppenübungen bei der NT Kompanie 500 in der Magdeburgkaserne in Klosterneuburg sowie die Beförderung zum Leutnant des Wirtschaftsdienstes. Nach dem Kompaniekommandantenkurs an der Militärakademie absolvierte Birkmayer den Intendanzkurs an der Landesverteidigungsakademie und es folgte die Beförderung zum Hauptmann des Intendanzdienstes. Im Militärkommando Wien folgten Einsätze als Urlaubsvertretung des Intendanten, als Verbindungsoffizier zum Wirtschaftsministerium und als S 5 und Informationsoffizier. 2003 beendete ObstdIntD Dkfm. Peter Birkmayer seinen aktiven Wehrdienst und die Tätigkeiten im Expertenpool des BMLV in der Gruppe Intendanzwesen.

Im März 1999 wurde der Waffenkreis Infanterie auf seine Anregung durch Mjr Glanzer (wieder-) gegründet. Neben der Teilnahme an ausländischen Wettkämpfen wurde auch der Plan umgesetzt, eine eigene wettkampfartige internationale Veranstaltung durch die OG Wien zu organisieren. Der Wettkampf erhielt den Namen „Grenadier“ und das Stabsbataillon 7 konnte als unterstützende Truppe gewonnen werden. Damit war auch der Austragungsort in Kärnten festgelegt. Der Wettkampf hatte von 2002 bis 2014 bestand und wurde auf Weisung des damaligen BM „aus Kostengründen“ eingestellt.

Unter Präsident Birkmayer wurde die Mitgliedschaft in der OG W neu geregelt. Man trug der Neugestaltung Europas seit der Ostöffnung voll Rechnung und gestattete die Aufnahme von außerordentlichen Mitgliedern unter dem Aspekt der besonderen Anerkennung. Somit können ausländische Offiziere sowie Beamte beiderlei Geschlechts aus dem zivilen Bereich der OG W beitreten. Erklärtes Ziel der OG W ist es, mit den Repräsentanten der Stadt Wien und dem Militärkommando Wien konstruktiv zusammenzuarbeiten.

In seine Ära fällt auch das Einsetzen einer gemischten BH-Kommission (‚Reformkommission‘) mit Bgm. Helmut Zilk an der Spitze, weiteren zivilen Fachleuten sowie Offizieren des Ministeriums und Erarbeitung eines Modells für das Projekt „Bundesheer 2010“. Als eine der negativen Folgen: 2000 das Aussetzen der Milizübungen durch BM Günter Platter.

2002 Der internationale militärische Wettkampf GRENADIER ist eine Veranstaltung die hohe Ansprüche an die Leistungsfähigkeit und das Können der Teilnehmer stellt. Er wird seit 2002 veranstaltet. Innerhalb einer Woche erhalten die Absolventen eine Ausbildung an Infanteriewaffen des österreichischen Bundesheeres, nehmen an einem Alpinmarsch teil und erhalten die Möglichkeit das Gefechtsdienstleistungsabzeichen der Jägertruppe zu erwerben. Internationalität wird großgeschrieben. Nicht nur Teilnehmer aus 12 Nationen nehmen daran teil, auch der Organisationsstab ist international besetzt. Grundgedanke des GRENADIER ist es, Soldaten verschiedener Länder zusammen zu bringen, gemeinsam zu üben, sich zu messen sowie die Kameradschaft und das gegenseitige Verständnis für zukünftige gemeinsame Einsätze zu fördern.

2004 CIOR – Kongress in Wien. CIOR ist die weltweite Vereinigung von Soldaten des Reserve- (Miliz-) standes. Diese Vereinigung hält weltweit Treffen zu Tagungen deren Themen alle Soldaten des Reserve- bzw. Milizstandes betreffen ab. In Wien stand die Hofburg zum Empfang der Teilnehmer zur Verfügung.

2008 bis 2017 – Obst OStR Prof. Mag. Rudolf Raubik

Ab 15.05.2008 bis 2017 Präsident der Offiziersgesellschaft Wien
Alt-(Ehren-)präsident seit 2017

Oberst RAUBIK

Rudolf Raubik absolvierte ein Masterstudium an der University of Derby im Fachbereich „Education“ und spondierte zum „Master of Education“. Beruflich war er als Lehrer an der Pädagogischen Akademie des Bundes in Wien tätig, mit dem Schwerpunkt im Bereich der Diplomausbildung für das Lehramt an Hauptschulen, Fachbereich Didaktik der Mathematik. Seine Lehramtszeugnisse weisen ihn als Diplompädagoge an Volksschulen, Hauptschulen (Mathematik, Biologie und Umweltkunde, Physik und Chemie, Informatik) und Polytechnische Schulen aus. Darüber hinaus arbeitete Raubik am European Commissiom SOCRATES und in diversen Projektgruppen im Zentrum für Schulversuche und Schulentwicklung–Abteilung I im BMUK – mit. Zahlreiche Publikationen auf dem EDV- und Schulbuchsektor wurden von ihm verfasst, schließlich wurde ihm vom Bundespräsidenten der Berufstitel Professor verliehen.

Rudolf Raubik rückte als Einjährig Freiwilliger im Wirtschaftsdienst zum Ausbildungsbataillon 10 nach Klagenfurt ein und wurde zur Stabskompanie / Stabsbataillon 1 nach Wöllersdorf entlassen. Es folgte eine Laufbahn als Milizoffizier beim Versorgungsregiment 1 in Zwölfaxing bis 1993, danach als Verbindungsoffizier beim Militärkommando Wien. In der OG W übte Obst OStR Prof. Mag. Rudolf Raubik vor seiner Wahl zum Präsidenten verschiedene Funktionen, zuletzt die des Vizepräsidenten aus. Eines seiner Hauptanliegen war die Sanierung des in die Jahre gekommenen Kasinos am Schwarzenbergplatz, die Forcierung jüngerer Kameraden und die Öffnung der OG W sowohl nach Außen als auch über die Grenzen hinweg.  Er befasste sich mit der Geschichte der Offiziersgesellschaft bei der Räumung des Kellergeschosses. Die dabei aufgefundenen Unterlagen legten Zeugnis über unsere unvermutet längere (und dadurch zeitaufwendigere) Geschichte ab.

2009 50 Jahre OG Wien. Dieses Jubiläum wurde eher still begangen, weil umfangreiche und kostenintensive Renovierungsarbeiten in den Räumlichkeiten anstanden und durchgeführt wurden. Die Festversammlung und der Festakt fand im alten Reichstagssaal des Parlaments statt. Intensivierung der Vortragstätigkeit an den Abenden durch Obst Jürgen Frank.

2013 Volksabstimmung über die Wehrpflicht. Am 20. Jänner 2013legte die österreichische Bevölkerung – als eine der wenigen in Europa – ein eindrucksvolles Bekenntnis zur Wehrpflicht ab. Obwohl von der Politik forciert und in verschiedenen Tageszeitungen intensive Kampagnen mit teilweise unseriösen Berichten gegen die Wehrpflicht und für die Einführung eines Berufsheeres geführt wurden, entschieden sich die österreichischen Wahlberechtigten mit deutlicher Mehrheit für die Beibehaltung der allgemeinen Wehrpflicht. Als Folge wird jährlich „Der Tag der Wehrpflicht“ von der OG Wien gemeinsam mit der ÖOG, anderen LandesOG und den wehrpolitisch relevanten Vereinen festlich begangen.

2015 – der erste Graf Starhemberg Marsch. Hierbei handelt es sich um einen Marsch aus dem Raum Tullnerfeld, die Höhenrücken des Wienerwaldes querend bis in die Wiener Innenstadt.

Seit 2017 – ObstdIntD MMag. Dr. Udo Birkner

Seit 2017 ist ObstdIntD MMag. Dr. Udo Birkner Präsident der OG Wien.         

Oberst BIRKNER

Rechtsberater beim Kommando Schnelle Einsätze, Mautern (neu: 3.JgBrig). Mitglied des Vorstandes (CFO/CRO/COO) der HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG. Viele jüngere Kameraden fanden den Weg zur OG Wien. Ein Mehr an Veranstaltungen, Märsche und andere körperliche Betätigungen zeichnen seine Tätigkeit aus und sollen ein Anreiz zum oftmaligen Besuch der OG Wien sein.

2019 – 60 Jahre OG Wien

Zahlreiche Veranstaltungen zu diesem besonderen Jubiläum sind in Planung oder im Stadium der Vorbereitung.

Aufgaben der OG Wien

„Die OG Wien ist das sicherheitspolitische Gewissen der Republik Österreich“. Alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten sind darunter zu verstehen: Beginnend von der Förderung des Wehrgedankens, Zusammenarbeit mit zivilen und militärischen Stellen bis hin zur Anleitung der privaten Krisenvorsorge im Rahmen der umfassenden Landesverteidigung spannt sich der Bogen der Aufgaben und Tätigkeiten.

Zusammenarbeit mit Heeresdienststellen   

Durch die Einbindung des MilKdo W in Form eines Vorstandsmitglieds ist die Zusammenarbeit weitgehend friktionsfrei. In der OG W sind auch viele beorderte Informationsoffiziere die bei Heeresgroßveranstaltungen (z.B. 26. Oktober, Information an Schulen) und anderem zur Dienstleistung bei der Truppe im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit einberufen werden können.

Aus-, Fort- und Weiterbildung der Soldaten

Primär wird das soldatische Rüstzeug an den Waffen- und Fachschulen des ÖBH den Soldaten vermittelt. Die gediegene Ausbildung auf allen Ebenen befähigt zu beachtlichen internationalen Erfolgen: die Teilnahme an internationalen militärischen Veranstaltungen weist die teilnehmenden österreichischen Teams durchwegs im obersten Drittel, wenn nicht im Spitzenfeld, aus. Durch die Aussetzung der Waffenübungen ist ein gewisser „Stillstand“ merkbar geworden: die nötige Übungsmöglichkeit fehlt.

Die OG W bietet die Möglichkeit, ihre Mitglieder auf laufbahnbezogene Ausbildungsvorhaben hin zu weisen, um ihnen durch Absolvierung dieser Kurse einen weiteren Aufstieg in der jeweiligen Funktion zu ermöglichen.

Ausblick

In Österreich existiert für Miliz- (Reserve-) offiziere eigentlich keine eigene Standes- oder Interessensvertretung. Wenn die Angebote an Veranstaltungen und Möglichkeiten der Weiterbildung zur Festigung des Zusammenhalts und der Kameradschaft weiterhin bestehen werden, steht eine interessante Zukunft bevor.  Die OG Wien ist dazu berufen, eine Art „Heimat des Offizierskorps“ im weitesten und besten Sinn zu sein.

Präsentation

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Addendum

Hinweise: Das Vorstehende wäre als Beitrag zu einem Jubiläumsheft gedacht gewesen. Auf Bilder und Dokumente (Themen wie Vorgeschichte (= Monarchie, Erste Republik, Auflösung 1938), Biographien, Sekretäre, Vizepräsidenten, Ehrenzeichen, Arbeits- und Waffenkreise u.a.mehr) wurde von mir hier bewusst verzichtet. Um lesbar zu bleiben würden sie zu viel Platz beanspruchen, sind aber auf Wunsch „lieferbar“. Allein die Abgrenzung des territorialen Bereichs nach dem Erlass von ObstdhmD Rüling würde rund 4 Seiten (Erlass und Karte!) beanspruchen. Dazu kommt die einheitliche Satzung erstellt durch Dr. Zlamala für das Innenministerium (Gleichklang aller OG) weitere drei Seiten. Die Unterlagen sind bereits eingescannt! Nicht minder interessant die Anerkennung durch den Nationalrat und die Verlautbarung (weiter drei Seiten), usw. Bei einer Teilung: die ersten RO (1962); die ersten EF (1963); der ROA – Club sind mit rund 5 Seiten (je nach Auffüllung mit Bildmaterial) sind fertig vorhanden (für das Buch).

Abkürzungen

  • AS = Artillerieschule
  • BMfLV, BMLV = Bundesministerium für Landesverteidigung
  • dhmD = des höheren militärischen Dienstes
  • dG = des Generalstabes
  • dIntD = des Intendanzdienstes
  • dR = der Reserve, später
  • dRes = Der Reserve
  • EF = Einjährig Freiwillig
  • fWÜ = freiwillige Waffenübung
  • GdA = General der Artillerie
  • GM = Generalmajor
  • HWS = Heereswirtschaftsschule
  • iR = in Ruhe
  • JgB = Jägerbataillon
  • Kdt = Kommandant
  • KGO = Kulturgüterschutzoffizier
  • MilKdo W = Militärkommando Wien
  • OG = Offiziersgesellschaft
  • OG W = Offiziersgesellschaft Wien
  • ÖOG = Österreichische Offiziersgesellschaft
  • ÖBH = Österr. Bundesheer
  • PzAA = Panzerartillerieabteilung
  • RO, ROA = Reserveoffizier, Reserveoffiziersanwärter
  • SChef = Sektionschef

Quellennachweis:

Der Nachlass der OG Wien ist in mehr als 100 Ordnern festgehalten. Diese wurden nach der Auswertung und einscannen dem Kriegsarchiv übergeben und dort unter B 2240, nichtamtliche Sammlungen abgelegt.

Fotos: OG Wien

Das Copyright dieser Schrift liegt bei der OG Wien.

Neujahrsempfang 2019

6. Februar 2019 at 12:19

Am Donnerstag, den 17. Jänner 2019 fand wieder der traditionelle Neujahrsempfang der OG Wien in den Räumlichkeiten des Heeresgeschichtlichen Museums statt. Rund 450 Gäste folgten der Einladung, darunter als militärisch Höchstanwesender der Chef des Generalstabes General Brieger sowie zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bundesheer, wie Staatssekretär Brigadier DDr. Fuchs, einige Nationalratsabgeordnete sowie der Präsident der ÖOG Brigadier Cibulka.

Auch waren wieder zahlreiche internationale Gäste anwesend. Nach einer kurzen Grußadresse durch den Präsidenten der OG Wien Oberst Dr. Birkner folgte in Vertretung des Herrn Bundesministers für Landesverteidigung die Ansprache des höchsten Beamten des BMLV, Generalsekretär Dr. Baumann. Im Anschluss wurden Auszeichnungen an verdiente Mitglieder verliehen.

Weihnachtsfeier der OG Wien am 19. Dezember 2018

7. Januar 2019 at 21:12

Am 19. Dezember 2018 fand im Offizierskasino am Schwarzenbergplatz die Weihnachtsfeier der OG Wien statt, in deren Rahmen auch verdiente langjährige Mitglieder durch den Präsidenten und den Vizepräsidenten ausgezeichnet wurden.

Brief des ÖOG-Präsidenten

27. März 2018 at 9:25

Ostern 2018 – die Auferstehung des ÖBH bleibt aus

Im Oktober 2014 präsentierte der damalige Bundesminister Klug das Konzept „ÖBH 2018“. Ahnungslose bezeichneten es als Reform. Insider nannten es die endgültige Zerstörung des Bundesheers. Angesichts der Migrationskrise im Jahr 2015 wurde erkennbar, dass die Kritiker Recht behalten hatten. Das Parlament zog die Notbremse und stoppte die weitere Umsetzung von „ÖBH 2018“. Trotzdem fehlen seit damals Gruppenfahrzeuge als Ersatz für Pinzgauer und Puch G. Und manche Waffengattungen sind nur mehr „Rekonstruktionskerne“. 

Danach leitete Minister Doskozil eine Trendumkehr ein und genoss dabei den Rückhalt der Bevölkerung. Ahnungslose sahen das Bundesheer bereits gerettet und angesichts einer – allerdings über viele Jahre verteilten und daher noch nicht zugeflossenen – Sicherheitsmilliarde im Geld schwimmen. Insider warnten vor einem Potemkin’schen Dorf und machten deutlich, dass es jahrelanger, zusätzlicher Anstrengungen bedürfen würde, um die Schäden der Vergangenheit auszumerzen.

Versprochen! – Gebrochen?

Von Vielen wurden hohe Erwartungen in die neue ÖVP-FPÖ-Koalition gesetzt, da sich ja beide Parteien in den vergangenen Jahren als Befürworter eines starken Bundesheeres inszeniert hatten. Doch vergeblich sucht man im Regierungsprogramm die Zielsetzung, das Bundesheer mit zumindest 1% des BIP zu finanzieren. Stattdessen wurde von den Experten, die das LV-Kapitel verhandelten, ein „Sideletter“ unterzeichnet, in dem eine schrittweise Erhöhung des Budgets auf 3 Mrd. Euro pro Jahr vereinbart wurde. Für 2018 war eine Budgeterhöhung um fast 300 Mio. Euro vorgesehen.

Doch davon ist im aktuellen Budgetentwurf fast nichts mehr zu finden. Die Regierungsspitze scheint die Experten und den neuen Verteidigungsminister Kunasek vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wieder einmal würden Zusagen nicht eingehalten werden, wieder einmal müssten Investitionen zurückgestellt werden, wieder einmal würde der Generalstab beauftragt werden, Streichungsvorschläge zu machen.

Ahnungslose meinen wieder einmal, es würde schon irgendwie gehen. Insider sprechen von einem militärischen Desaster, bei dem dringende Investitionen im Bereich der (geschützten) Mobilität, der Miliz, der Luftstreitkräfte und der Infrastruktur in unverantwortlicher Weise ausgesetzt werden müssten.

„Message Control“ – wer trägt die Verantwortung? 

Hat sich seit der Nationalratswahl das Lagebild verbessert? Ist Österreich sicherer geworden, sodass Vorsorge nicht mehr nötig ist? Die sicherheitspolitische Jahresvorschau des BMLV für 2018 spricht dazu eine andere Sprache. Oder soll dem neuen Verteidigungsminister kein politischer Erfolg gegönnt werden? Ist beim Thema Sicherheit in Österreich immer nur die Polizei gemeint?

Es muss jedem klar sein, dass Grundsatzentscheidungen der Sicherheitspolitik immer von der Regierungsspitze getroffen werden. Die Verkürzung des Grundwehrdienstes und die Aussetzung der Truppenübungen setzte Minister Platter im Auftrag von Kanzler Schüssel um. Die Wehrpflicht-Debatte und das „ÖBH 2018“ starteten die Minister Darabos und Klug im Auftrag von Kanzler Faymann. 

Wenn sich also im Regel-Budget nicht die nötigen Mittel für eine nachhaltige Sanierung des Bundesheers finden, dann wird das Parlament eine Reihe von außerbudgetären Sonder-Paketen beschließen müssen. Die dringendsten sind wohl: Mobilität, Miliz, Hubschrauber, Abfangjäger, bauliche Infrastruktur.

Und wer für diese Probleme keine Lösung findet, dem sei die biblische Geschichte der Karwoche als Fanal in Erinnerung gerufen: Der Heilsbringer zieht unter Jubelrufen in die Stadt ein. Und nur eine Woche später ruft das Volk: „Kreuzige ihn!“ 

Mag. Erich Cibulka, Brigadier
Präsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft

Tag der Wehrpflicht: Parteienvertreter unterstützen die Forderungen der wehrpolitischen Vereine

23. Januar 2018 at 11:44

Vertreter von ÖVP, FPÖ und SPÖ stehen zu Wehrpflicht, Reaktivierung der geistigen Landesverteidigung und Budgeterhöhung für Bundesheer

Wien (OTS) – Am 20. Jänner 2018 veranstaltete die „Plattform Wehrhaftes Österreich“ den traditionellen „Tag der Wehrpflicht“. Die teilnehmenden Vertreter der politischen Parteien, darunter NRAbg. Mag. Michael Hammer (ÖVP), NRAbg. Dr. Reinhard Bösch (FPÖ) und NRAbg. Rudolf Plessl (SPÖ), unterstützten die Forderungen der Plattform Wehrhaftes Österreich nach einem höheren Budget für das Bundesheer. „Die Parlamentsvertreter sind sich darüber einig, dass das Bundesheer budgetär, personell und strukturell weit höher ausgestattet werden muss. Das ist für die sicherheitspolitische Vorsorge Österreichs ein großer Erfolg“ hielt Brigadier Mag. Erich Cibulka, Vorsitzender der Plattform Wehrhaftes Österreich, fest.

Außerdem stehen die Vertreter der großen Parlamentsparteien uneingeschränkt hinter dem in der Bundesverfassung festgehalten Milizsystem und dem Konzept der Geistigen Landesverteidigung. „Die Wehrbereitschaft ist ein wesentlicher Teil der Sicherheitsarchitektur Österreichs. Wir freuen uns deshalb, dass die Vertreter des Parlaments ebenso die Bedeutung der Geistigen Landesverteidigung erkannt haben und deren zeitgemäßer Wiederbelebung positiv gegenüberstehen“ betont Cibulka.

Zudem verschließen sich die Vertreter der Parlamentsparteien auch nicht der Debatte über die Rückkehr zu verpflichtenden Truppenübungen im Sinne des Modells „6+2“, das heißt sechs Monate Grundwehrdienst und 2 Monate Milizverwendung in Form von Truppenübungen. Dazu Cibulka: „Auch wenn es noch kein aktuelles Thema ist, wird sich die Plattform weiterhin dafür einsetzen, dass unser Milizsystem effektiv leben kann. Das ist nur mit verpflichtenden Truppenübungen möglich.“

Seit der Volksbefragung über die Beibehaltung der Wehrpflicht 2013, bei der sich etwa 60% der Bevölkerung für den Erhalt der Wehrpflicht ausgesprochen hat, wuchs die Plattform auf ca. 250.000 Mitglieder in 12 wehrpolitischen Organisationen an. Im Rahmen der wehrpolitischen Debatten erfährt die Plattform auch von Seiten der Parlamentsparteien mehr und mehr Zuspruch.

„Die Plattform Wehrhaftes Österreich wird sich weiterhin für ein einsatzbereites Bundesheer – als strategische Handlungsreserve der Republik – einsetzen. Nur so kann die Sicherheit Österreichs garantiert werden“ schließt Cibulka. Das gesamte Positionspapier kann auf der Homepage abgerufen werden.

Sicher. Und Morgen? – Die Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2018

18. Januar 2018 at 8:05

Bereits zum vierten Mal in Folge veröffentlicht die Direktion für Sicherheitspolitik des Verteidigungsministeriums eine „Sicherheitspolitische Jahresvorschau“. Die Jahresvorschau 2018 gibt einen Überblick über die für Österreich und Europa sicherheitsrelevanten Entwicklungen, Risiken und Konflikte im Jahr 2018 sowie mögliche Antworten darauf.

Wichtige Entwicklungen im kommenden Jahr

Die Direktion für Sicherheitspolitik hat internationale und österreichische Experten eingeladen, die für Österreich und Europa im Jahr 2018 sicherheitsrelevanten Entwicklungen zu analysieren. Daneben wurden die Ergebnisse eines laufenden Monitorings wichtiger Faktoren in einem Trendszenario für die österreichische Verteidigungspolitik verdichtet.

Trendszenario 2018

Die eurostrategische Entwicklung, die nach wie vor stagnierende europäische Integrationsdynamik, die Krisen und Konflikte an der europäischen Peripherie, Terrorismus, Migration und vor allem hybride Bedrohungen stellen die österreichische Sicherheitsvorsorge vor neue Aufgaben:

  • Weiterentwicklung der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge,
  • Anpassung der Umfassenden Landesverteidigung,
  • Erneuerung der geistigen Landesverteidigung und der strategischen Kommunikation,
  • Ausrichten des Österreichischen Bundesheeres auf die Abwehr hybrider Bedrohungen, den Bevölkerungsschutz und die strategische Handlungsreserve der Republik,
  • Erweiterung der Sicherheitsleistungen des Bundesheeres im Inneren,
  • Weiterentwicklung des internationalen Engagements mit neuen Prioritäten,
  • Angemessene Mitwirkung an der sich verstärkenden europäischen Verteidigungskooperation „PESCO“,
  • Schrittweise Erhöhung des Verteidigungsetats auf ein Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

Die Sicherheitspolitische Jahresvorschau 2018 finden Sie hier

Position 2017 der Österreichischen Offiziersgesellschaft

18. Januar 2018 at 8:02

Ende 2017 hat die Österreichische Offiziersgesellschaft ihre „Position 2017“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

OÖG-Präsident Brigadier Mag. Erich Cibulka erläuterte in einer Pressekonferenz die wesentlichen 9 Punkte der Position:

Die Österreichische Offiziersgesellschaft fordert

  1. eine uneingeschränkte Zustimmung und ein uneingeschränktes Bekenntnis der österreichischen Politik und der österreichischen Gesellschaft zur Umfassenden Landesverteidigung im Sinne der Österreichischen Bundesverfassung und zur Umfassenden Sicherheitsvorsorge im Sinne der Österreichischen Sicherheitsstrategie,
  2. die Beibehaltung der Allgemeinen Wehrpflicht,
  3. die dauerhafte Anhebung des Wehrbudgets auf mindestens 1 % des BIP,
  4. die zeitgemäße Vollausstattung des ÖBH, sodass 55.000 Soldaten gleichzeitig und voll ausgerüstet in den Einsatz gestellt werden können; das Militärleistungsrecht ist wieder zu aktivieren,
  5. eine rasche Befüllung der Milizstrukturen mit verpflichtenden Truppenübungen im Rahmen des Präsenzdienstes; dies ist nur mit einer Verlängerung des Wehrdienstes auf 8 (z.B. 6+2) Monate möglich,
  6. eine ausgewogene Mittelverteilung zwischen Grundwehrdienst – Kaderpräsenz – Miliz,
  7. massive Personalgewinnungsmaßnahmen für Kaderpersonal für die Miliz und für den Präsenzstand,
  8. eine verstärkte Kooperation mit internationalen Partnern auf Basis eigener Stärke und Verteidigungsfähigkeit,
  9. eine klare politische Entscheidung hinsichtlich der Aufgaben des ÖBH als Beitragleister für die innere Sicherheit und als strategische Reserve der Republik Österreich.

Die vollständige Position 2017 der ÖOG finden Sie hier.

Stopp der Bundesheerzerstörung

21. Januar 2016 at 18:21

Die Plattform Wehrhaftes Österreich setzt sich für die Zukunft unserer Heimat ein!

Unsere Soldaten fordern angesichts aufkommender Bedrohungen (Konflikte an den Grenzen Europas, Terrorismus, Massenmigration) zum Erhalt der Wehrfähigkeit und Souveränität Österreichs einen staatspolitischen Kurswechsel und ein Ende der verantwortungslosen Kaputt-Sparpolitik.

Unterstütze die Initiative!

Im Web: http://www.wehrhaftes-oesterreich.at/
Auf Facebook: https://www.facebook.com/Stopp-der-Bundesheer-Zerst%C3%B6rung-926841957406701/