Waffenkreis Flieger

Glück ab – mit dem Waffenkreis Flieger

Der Waffenkreis Flieger wurde 1968 gemäß eines Erlasses des BMLV geschaffen,
um Reserveoffizieren die Möglichkeit zu geben, im Zusammenwirken mit den
Offiziersgesellschaften, militärische Fortbildung auf freiwilliger Basis anzubieten.
Dafür wurden Arbeits- bzw. Waffenkreise geschaffen. Die Durchführung der Ausbildung,
Bestellung von Vortragenden und Übungsleiter wurden – um eine gezielte und fachliche
Ausbildung zu betreiben – den damaligen Gruppenkommanden bzw. in unserem Fall dem
Kommando der Luftstreitkräfte übertragen.

Der erste Ausbildungsabend fand am 29 10 1968 in der Landesverteidigungsakademie statt,
die dem Waffenkreis Flieger seit dieser Zeit Unterstützung in fachlicher und organisatorischer
Form durch Bereitstellung von Vortragenden und Hörsaal Unterstützung leistet.

Ab 1980 wurde die Ausbildung von Reserveoffiziere des Waffenkreis Flieger dem
Fliegerregiment 1 in LANGENLEBARN übertragen, Ende 1982 gab der Gründer Oberst
REISINGER die Leitung an Oberst RIGELE ab.
Ausbildungsziele waren Taktik, Versorgung und Technik im Bereich der Luftstreitkräfte,
taktische Wochenendseminare rundete das Ausbildungsspektrum ab.
Truppenkontakte auf Grund von Einladungen wurden bei der Schweizer Luftwaffe,
Deutscher Luftwaffe und auch zu den tschechischen Luftstreitkräften sowie zur Verteidigungs-
Universität in BRNO hergestellt und aufrecht erhalten.

Im Zuge des „Milizerlasses“ wurde 1986 die Ausbildung der im Waffenkreis Flieger beorderten
Milizoffiziere in die neugegründete „Milizgemeinschaft Fliegerregiment 1“ verlagert, zu dessen
Leiter Oberst RIGELE bestellt wurde.
Der „Milizigel“ für vorbildliche Milizarbeit wurde der Milizgemeinschaft am 30 06 1998 durch
den damaligen BMfLV Dr. FASSLABEND verliehen. Es war bisher die erste und einzige
Auszeichnung dieser Art im Bereich der Luftstreitkräfte.

Aber nicht nur militärische Ausbildung sondern auch Traditionspflege und österreichische
Militärhistorik im In- und Ausland wurde vom Waffenkreis, Flieger wahrgenommen und
in Form von militärhistorischen Reisen zu den Kriegschauplätzen der früheren K.u.k.Armee
und Kennenlernen der Kronländer der Monarche durchgeführt. So wurden mehrtägige Reisen
nach KÖNIGGRÄTZ, zum ISONZO, in die UKRAINE (Galizien, Bukowina), SOLFERINO,
KOLIN, auf den Spuren von GFM DAUN und LAUDON in BÖHMEN und zur Marinebasis
nach PULA im eigenen Bereich organisiert.

Wir sind auch die militärische Heimat aller der in der „Reserve“ und „in Ruhe“ versetzten bzw
aus dem Dienststand ausgeschiedenen Offiziere der Luftstreitkräfte, die Mitglieder einer
Offiziersgesellschaft sind und führen nunmehr Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen
weiterhin an der LVAk durch.

Der Vorsitzende

Oberst (Miliz) Gerhard Rigele, Jahrgang 1945, Beruf Finanzbeamter, seit 01 07 2005 im
Ruhestand. Angehöriger der Luftstreitkräfte seit Oktober 1962, Präsenzdienst 1962-1963
AusbBdFlTrp HÖRSCHING, RO-Ausbildung, Prüfung an der FlS ZELTWEG 1978, 1979
Beförderung zum Leutnant; 1979-1989 Beorderung an der FlS (VeGeschwader), ab 1989
Einsatz- und Stabsverwendung FlR 1, zuletzt Stabsverwendung beim LuUGschw, 1995
Stabsoffizierskurs für MO an der TherMilAk, Ernennung zum Major Mai 1995, Oberst
Dezember 2004. Aus dem Dienststand ausgeschieden infolge Beendigung der Wehrpflicht
am 31 12 2010.